EWC Motobox Kremer Racing #65

Motobox Kremer Racing meistert Sepang-Abenteuer

Das Team Motobox Kremer Racing startete am vergangenen Samstag beim Langstrecken-WM-Lauf in Sepang zum Acht-Stunden-Rennen. Neu im Team und erstmals auf der Yamaha R1 war der aktuelle IDM Superstock 600-Meister Stefan Ströhlein.

In der vergangenen Woche nahm Motobox Kremer Racing die lange Reise in das entfernte Malaysia auf sich, wo am Samstag in Sepang erstmals ein Lauf zur Langstrecken-Weltmeisterschaft ausgetragen wurde. Das Yamaha-Team startete mit Stefan Ströhlein und den beiden französischen Piloten Gregory Ortiz und Geoffroy Dehaye beim Acht-Stunden-Rennen.

Während der Trainings am Mittwoch und Donnerstag, wo es vor allem darum ging, die neue Rennstrecke kennenzulernen und das Set-up der Yamaha R1 auf die Piloten anzupassen, wurde schnell klar, dass die Fahrerwahl goldrichtig war. Alle drei Piloten bewiesen ihr Talent und stellten das Motorrad auf Startplatz 40 (von 51 Teams), obwohl vor dem Wochenende noch keine Streckenkenntnisse vorhanden waren.

Der Renntag wurde von sehr viel Regen begleitet. Zur Startzeit am Sepang Interantional Circuit regnete es so stark, das zunächst nicht an einen Start zu denken war. Nach stundenlanger Unterbrechung und einer längeren Safety-Car-Phase, startete das Rennen gegen Abend bei besseren Bedingungen. Da das Rennen planmäßig abgewunken wurde, verkürzte sich die Fahrzeit auf knapp drei Stunden, zum Nachteil für Privatteams, wie das Motobox Kremer-Team.

Dennoch ging die Mannschaft mit Startfahrer Gregory Ortiz motiviert ins Rennen von Sepang. Schritt für Schritt, unter anderem durch gute Boxenstopps, arbeitete sich das Yamaha-Team weiter nach vorne, um am Ende mit Gesamtrang 28 und Platz 21 in der EWC-Wertung die Punkteränge nur knapp zu verpassen. Im April startet das Team beim dritten Saisonrennen der Endurance-WM in Le Mans, mit dem Ziel die Punkteränge wieder zu erreichen, dann aber mit neuem Material. 

Georg Haas: Die Verpflichtung von Stefan Ströhlein war für unser Team ein richtiger Glücksgriff. Er fühlte sich von Beginn an sehr wohl auf der für ihn neuen Yamaha R1 und er beeindruckte das gesamte Team mit seiner präzisen Arbeitsweise. Auch die Reifen von Pirelli, die speziell für extreme Hitze produziert wurden, funktionierten gleich sehr gut. Das Rennen selbst war leider viel zu kurz für uns als privates Team. Wir hatten bereits 12 Positionen gut gemacht und haben die Punkteränge am Ende nur um eine Position verpasst. Dennoch war es ein aufregendes Wochenende in Sepang. Die aktuellen Motorräder stehen nun zum Verkauf, denn beim Rennen in Le Mans werden wir die 2020er-Variante der Yamaha R1 einsetzen.

Stefan Ströhlein: Erstmals außerhalb Europas ein Rennen zu bestreiten, war etwas ganz Besonderes. Die Trainings am Mittwoch waren sehr wichtig, weil die Strecke, das Bike und das extreme Klima neu für mich waren. Das Motorrad hatte bereits am Anfang eine sehr gute Basis, ich wusste nach drei Kurven, dass das Bike zu mir passt. Auch die Stimmung im Team war herausragend, ich als Neuling im Team fühlte mich sofort wohl. Leider war das Rennen durch die Wetterbedingungen sehr kurz, was sich aber leider nicht ändern lässt. Ich möchte mich beim Team Motobox Kremer von Manfred Kremer und Georg Haas für diese Möglichkeit bedanken und wünsche dem Team weiterhin viel Erfolg in der EWC.

Text: Tim Althof / Bilder: Motobox Kremer Racing

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