IDM Sidecar: Markus Schlosser und Thomas Hofer dominieren

Der Schweizer Markus Schlosser ist in dieser Saison mit seinem Beifahrer Thomas Hofer in der IDM Sidecar unterwegs. Am Nürburgring hatte die Konkurrenz keine Chance gegen die beiden.

Der LCR- Suzuki Pilot konnte im vergangenen Jahr mit seinem Beifahrer Thomas Hofer bis zum Ende der Saison um den Weltmeistertitel kämpfen, verlor ihn aber in Oschersleben, als das Gesspann in der letzten Runde, in Führung liegend ausgefallen war. Ab dieser Saison werden in der Seitenwagen- WM nur noch 600ccm Gespanne zugelassen, so fährt der Schweizer, wie auch viele andere, nur noch in der IDM. Die Interessengemeinschaft Gespannrennen, die die Sidecarabteilung in der IDM organisiert, hat sich bereits in der letzten Saison dazu bekannt, bei dem 1000ccm- Reglement zu bleiben. 600er- Gespanne sind aber nach wie vor zugelassen.

Bereits in den freien Trainings und den beiden Zeittrainings kristallierte sich heraus, dass die beiden mit der Startnummer neun nur schwer zu schlagen sein werden. Sie fuhren die Bestzeiten teilweise mit über einer Sekunde heraus. Lediglich im zweiten Qualifying konnte sich das Gespann von AKW Kretzer Racing vor den Schweizern positionieren, da Schlosser aber am Morgen beim ersten Training aber bereits schneller unterwegs waren, reichte es für André Kretzer und seinen Ersatzbeifahrer Jens Lehnertz nur zu Startplatz zwei. Lehnertz, mit dem Kretzer bereits einmal deutscher Meister war, war aus persönlichen Gründen vom Rennsport zurückgetreten, ersetzte aber einmalig den verletzten Manfred ‘Yeti’ Wechselberger.

Zweimal Position zwei am Nürburgring: Das AKW Kretzer Racing Team

Das erste Rennen gab es schon am Samstag- Nachmittag bei sonnigen Bedingungen.

 

Schwerer Unfall ohne verletzte

Es war ein spannendes Rennen an der Spitze, da das Gespann Kretzer / Lehnertz lange an Schlosser und Hofer dran bleiben konnten. Sie lieferten sich ein spannendes Duell an der Spitze, während die weiteren Gespanne weit hinter den beiden lagen. Doch auch wenn der Kampf um Platz drei nicht in Reichweite zur Spitze abgehalten wurde, waren er einfach genial mir anzusehen. Uwe Gürck  mit Beifahrer Axel Kölsch, sie pilotieren in dieser Saison das Adolf RS Gespann mit der Startnummer 88, im Zweikampf mit der Startnummer 66, auf der der Pilot Mike Roscher mit Beifahrerin Anna Burkhard unterwegs sind.

In der vorletzten Runde verlor das Gespann mit der Startnummer vier und Pilot Kees Endeveld, Öl auf der Strecke, bevor man in der ersten Kurve das Rennen wegen Leistungsverlust aufgeben musste. Das verloren Öl führte allerdings im Hatzenbach- Bogen des Nürburgrings dazu, das sich ein schwerer Unfall ereignete, in dem sich die beiden im Zweikampf befundenen Gespanne mit Startnummer 66 und 88 in die Quere kamen und daraufhin den Zusammenstoß nicht vermeiden konnten. Beide überschlugen sich bei sehr hohem Tempo, blieben abereits unverletzt. Nach der vollen Renndistanz konnte Markus Schlosser das Rennen gewinnen, 3 Sekunden vor dem AKW Kretzer Racing Team und dem Gespann aus den Niederlanden mit Fahrer Jon Smits und Beifahrer Gunter Verbrugge. Vierter wurde Peter Schröder mit Beifahrerin Denise Werth.

Zweimal Pech gehabt: Nullnummer für Sattler Motorsport

Schlosser und Hofer eine Klasse für sich

Das zweite Rennen wurde am Sonntagmittag unter guten Bedingungen gestartet. Es war wieder das Gespann Schlosser und Hofer, welches das Rennen von der Spitze aus gestaltete. Am Ende Siegte das Team mit großem Vorsprung vor Kretzer und Lehnertz. Dahinter fand wieder der Kampf um Position drei zwischen  Gürck / Kölsch und Roscher / Burkhard statt, diesmal mit gutem Ausgang für beide Gespanne. Am Ende setzte Mike Roscher durch und erreichte mit Beifahrerin Anna Burkhard Position drei.

Neben dem Fahrzeug mit Pilot Kees Endeveld und Beifahrer Jeroen Remmé, die auch im zweiten Rennen nicht die Zielflagge gesehen haben, fiel auch das Gespann #35 in beiden Rennen mit technischen Problemen aus. Fahrer und Beifahrer des Seitenwagen sind Josef Sattler und Uwe Neubert.

Jakob Rutz und Marcel Fries waren am Nürburgring Einzelkämpfer, denn sie fuhren mit einem kleinen 600ccm- Triebwerk wie in der WM

Einziges 600er- Gespann im Fahrerfeld war Jakob Rutz mit Beifahrer Marcel Fries (#56) auf LCR- Yamaha.

 

Stand in der Meisterschaft nach 2 von 12 Rennen:

  1. Schlosser / Hofer (SUI) – LCR Suzuki – 50 Punkte
  2. Kretzer / Lehnertz (D) –  LCR Suzuki – 40 Punkte
  3. Smits / Verbrugge (NL) – RCN Yamaha – 27 Punkte
  4. Schröder / Werth (D) – LCR Suzuki – 23 Punkte
  5. Ruppert / Wäfler (D/SUI) – LCR Kawasaki – 20 Punkte
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